Kleines Mädesüß
Filipendula vulgaris
(Rosaceae)
Fr-SH, 💧1, ☀️so, 20-40 cm, VI-VII
Lehmig-humos durchlässig, pH+/-7, NPK- (Ca+), Z3,
🐌
Ganz anders als die Filipendula-Arten, die feuchte Habitate vorziehen, genießt das kleine Mädesüß trockenen, sonnig-warmen Boden. Sie ist eine Pflanze für trockene oder wechselnasse Wiesen, kommt aber im Garten nicht ganz ohne Dünger und Pflege aus - man kann es ja mal versuchen, wird aber feststellen, das für die Garten-Sorten auch Auslesen verwendet werden, die doch etwas anspruchsvoller sind. Kalk im Boden ist ein Muss.

Pflanzen
Wie bei vielen Stauden, die in kleinen Töpfchen geliefert werden habe ich sie erst einmal in einen Topf gesetzt und weiterkultiviert, bis die Rosetten kräftig ausgebildet waren. Sie haben im frühen Herbst einen Durchmesser von mindestens 25 cm. Erst in diesem Stadium traute ich mich die Pflanzen in die freie Wildbahn zu setzen.
Sie wachsen nun zu Füßen eines alten Apfelbaumes in der Sonne auf kalkhaltigem Boden und haben dort außer Gräsern keine Konkurrenz. Bin gespannt ob dies funktioniert.
Wegen der Winterhärte und den schneckeligen Plagegeistern brauche ich mir bei dieser einheimischen wunderhübschen Staude keine Gedanken zu machen. Wie schön!
Bist Du dir sicher, daß Du die richtige Pflanze kultivierst? Wenn ja, so kann ich Dir verraten, daß das Mädesüß auch gegessen werden kann. Die Blüten schmecken bittersüß in Marmelade und die jungen, frischen Blättchen können in den Salat gegeben werden. Filipendula vulgaris ist eine alte Heilpflanze, deren Wirksamkeit bei Nierensteinen jedoch nie nachgewiesen wurde.
Selbstverständlich wird die schöne kleine Staude von Bienen und Käfern geliebt, die Pollen als Nahrung sammeln, sie ist ihnen bestens bekannt.
Pflegen
Das kleine Mädesüß braucht kaum Pflege. Sollte der Standort sich als zu feucht erweisen, versetzt man sie einfach - sie nimmt mir das nicht übel und Dir sicher auch nicht.
Das kleine Mädesüß kommt in ganz Europa, auch in Tirol und in der Schweiz in höheren Lagen wild vor. Es ist robust, verträgt aber nicht zu viel Stickstoff. Es sollte, da es häufig an Waldrändern wächst auch leichten Halbschatten vertragen und bevölkert durchaus auch wechselnasse Böden.
Vermehren
Die knolligen Wurzeln können im Frühjahr ausgegraben und geteilt werden, vorzugsweise kultiviert man sie zunächst in einem Topf bis die Staude zu zur Auspflanzung erwachsen genug ist.
Lieblings-Sorten
Filipendula vulgaris, Kleines Mädesüß, rosa-weiß, 20-40 cm, VI-VII
Es gibt auch eine gefüllte Form F. vulgaris plena, die länger blüht als die Wildform aber für meinen Geschmack nicht so hübsch ist.
Traum-Partner
Zichorie, Prunella grandiflora (rosa), Stipa tenuissima, Melica ciliata, Centrantus ruber oder alba und alles, was auf kalkigem, trockenen Untergrund sonst noch wächst.
| Vorfrühling II-III | Frühling IV-V | Sommer VI-VII | Spätsommer VIII-IX | Herbst/Winter X-I |
|---|---|---|---|---|
| RS | Nur wenig Kompost | - | - | - |