Topinambur

Helianthus tuberosus

(Asteraceae)

GR-Fr, 💧2, ☀️so, 180-250 cm, VIII-X

Sandig, humos, pH -7, NPK++(-Ca), Z4, 🐌!

Die essbare ‚Wucherblume‘ hat sich vor etlichen Jahren auf den Weg gemacht und ist unter einer Thujahecke, die schon längst nicht mehr existiert zu uns gekommen. Mein Plan war, sie an anderer Stelle anzusiedeln - das ist im Prinzip eine leichte Übung, nur, sie wollte nicht so recht. Also hat sie sich wieder auf den Weg gemacht und wächst jetzt wieder am Zaun zu den Nachbarn, die sie hübsch finden. Gut, abgemacht. Jedes Jahr dezimiere ich aber im zeitigen Frühling den Bestand und reiße Rhizome, die zu viel sind, einfach heraus.

Helianthus tuberosus, Topinambur © garten-puk.de

Probiert habe ich die leckeren Knollen noch nie, dafür wäre die Ernte an der besagten Stelle zu schwierig. im Internet gibt es viele Rezepte, denn die Knollen schmecken nicht nur  sehr gut sondern sind auch sehr gesund. Sie enthalten Inulin, einen Mehrfachzucker, der sich als Balaststoff nicht auf den Zuckerspiegel auswirkt. Die Knollen können roh oder gekocht gegessen werden, als Salat, Püree, gebraten, mariniert, geraspelt, etc. Sie können im Prinzip wie Kartoffeln verarbeitet werden. Mit diesen sind auch ursprünglich aus Südamerika zu uns gekommen.

Pflanzen

Topinambur ist völlig unproblematisch zu pflanzen, nur sollte man die mindestens 180 cm hohe Pflanze nicht an die windigste Ecke stellen, sie zerzaust sonst unschön. Und: sie wuchert auf fruchtbarem Boden, anders kann man es nicht nennen. Sie kann aus Samen gezogen werden oder man legt die Knollen wie Kartoffeln im Frühjahr in die Erde, je nach Größe etwa 7 cm tief. Der Boden sollte etwas sandig und durchlässig sein. Schweren Boden mögen die zarten Knollen nicht so gerne.

Pflegen

Ausser einem kräftigen Rückschnitt nach der Blüte ist nichts, aber auch gar nichts zu unternehmen. Sollen im Herbst und Winter Knollen geerntet werden, müsste man auch etwas Kompost im Frühjahr einarbeiten, ich verzichte darauf, weil meine ‚Wucherblume‘ sonst noch ausbreitungsfreudiger wird.

Vermehren

Rhizomstücke mit den Trieben im Frühling herausnehmen und an anderer Stelle in gleicher Höhe wieder eingraben, sehr einfach!

Lieblings-Sorten

Inzwischen gibt es auch bei uns mehrere Sorten, einige mit rötlichen Knollen, aber alle mit den gleichen Eigenschaften.


Helianthus tuberosus, Topinambur, strahlendes Gelb, 180-250 cm, VIII-X


Geerntet werden kann im Normalfall ab Oktober während des ganzen Winters. Leider sind die Knollen nur schlecht lagerfähig, weshalb Du mit einer Grabgabel nur immer so viele ausgraben solltest, wie gegessen werden. Für ein paar Tage halten es die Knollen mit der dünnen Schale aber auch im Kühlschrank aus.

Traum-Partner

Im Staudenbeet ist ganz normales Fenchelkraut eine schöne Kombi, beide benötigen an windigen Stellen jedoch oft eine Stütze. Hohe Helenium-Sorten, wie z.B. ‚Wonadonga‘ und Astern können den Spätsommer zum leuchten bringen.

Vorfrühling II-III Frühling IV-V Sommer VI-VII Spätsommer VIII-IX Herbst/Winter X-I
- Ggf. Kompost - - -