Astern
Symphyotrichum
(Asteraceae)
>Symphyotrichum novae angliae (Raublatt-Aster, NO-Amerika)
>Symphyotrichum novae belgii (Glattblatt-Aster, New-York-Aster)
>Symphyotrichum dumosus (Kleinere Arten, NO-Amerika)
>Symphyotrichum amellus (Berg-Aster, Kalk-Aster, EU)
Die botanische Nomenklatur ist für Hobbygärtner ein Graus, da hat man doch bereits vor Jahren die große Gattung der Astern, vormals Aster, mit dem klangvollen Namen Symphyotrichum bedacht. Das ist sicher berechtigt, erleichtert aber die Suche nach bestimmten Sorten-Informationen im Web nicht. Nur mit den wissenschaftlichen lateinischen Bezeichnungen erschließen sich wesentliche und professionelle Informationen und das ist für mich der wichtigste Grund, warum ich mir die lateinischen Bezeichnungen aufgeschrieben habe. Ein bisschen Latein aus der Schule ist zwar hilfreich um die Namen zu verstehen aber nicht wirklich notwendig.
Der neue Name hat sich keineswegs durchgesetzt, jedenfalls nicht im deutschsprachigen Raum. Stattdessen existieren beide nebeneinander oder auch nicht. Mal so, mal so. Die sehr 'kreuzungsfreundlichen' Arten sind rein nach Herkunft wahrscheinlich sowieso nicht mehr zu unterscheiden.
Astern kommen auf der Nordhalbkugel fast überall vor. Dem entsprechend haben die einzelnen Arten und Sorten auch unterschiedliche Ansprüche an den Lebensbereich, darauf sollte man Rücksicht nehmen, wenn die bunten Korbblütler ein langes Leben haben sollen.
Ich habe alte Sorten, die seit mehr als 20 Jahren in einem stark verwurzelten Bereich unter einer Buche wachsen und immer noch reichlich blühen, ohne dass sie besonders gepflegt werden. Deshalb bin ich skeptisch, ob es tatsächlich notwendig ist, die Horste alle drei Jahre aufzunehmen und neu zu pflanzen, wie häufig empfohlen wird, ich mache das nicht. Ganz im Gegenteil, für mich ist entscheidend, ob eine Art oder eine Sorte sich etabliert und dauerhaft am Standort beiben kann, ohne den Boden ständig beackern zu müssen.
Astern sind stark bezüchtet worden, neuere Sorten brauchen schon aus diesem Grund eine Portion Dünger (Kompost), woher soll der üppige Wuchs denn sonst kommen.
In freier Natur wachsen Stauden etwas bescheidener. Ich versuche eine Balance zu finden, die Pflanzen müssen sich in meinem Garten nicht jedes Jahr völlig verausgaben. Ich bilde mir ein, dass auch dies zur Langlebigkeit beiträgt. Für den Amateur-Gärtner sind altbewährte Aster-Sorten wirklich das Beste für eine Ecke im Garten, die ganz dem Spätsommer mit seinen glühenden Farben gewidmet ist.
