Inkalilie

Alstroemeria

(Alstroemeriaceae)


Fr-B,💧2, ☀️so-hs, 30-90 cm, VI-VIII

Sandig, sehr humos, pH -4,5-6, NPK++(-Ca), Z7-8, 🐌

Die aus Südamerika stammende, farblich sehr temperamentvolle Pflanzenfamilie wird in Europa seit dem 18. Jahrhundert als Schnittblume kultiviert. Benannt wurde sie nach einem schwedischen Botaniker, Herrn Klaus von Alstroemer (1736-1794). Hybriden gibt es wahrscheinlich hunderte. Farben - ausgenommen reines Blau - ebensoviele.

Alstroemeria, Inkalilie pflanzen und pflegen

In warmen Gegenden, in denen das Termometer kaum unter -5°C sinkt, können sie auch im Garten ausgepflanzt werden. Wenn man Glück hat, breiten sich die Knollen über Rhizome aus. Wer Yucca und Fächer-Palmen im Garten erfolgreich kultiviert, kann es ergänzend auch mit Alstroemeria versuchen. Bei mir sitzen sie in schönen Töpfen auf der Terrasse und überwintern im Keller, wozu sie nicht einmal unbedingt Licht benötigen.

Alstroemeria Hybr. ‚Colorita Diana‘,  'Summer Paradise', Colorita Clair', Inkalilie ©  garten-puk.de

Pflanzen

Da Alstroemeria sehr nässeempfindlich sind, zur langen Blüte aber dennoch regelmäßig Wasser benötigen, ist Zitrusende keine schlechte Wahl. Sie ist in der Regel nicht zu kalkhaltig, nicht übermäßig gedüngt und ausreichend durchlässig. Wenn Du Erde nicht selbst mischen willst, ist sie oft eine gute Wahl für exotische Pflanzen. Etwas Rhododendren-Erde dazu schaft ein angenehm säuerliches Milieu im Topf, wie im Beet.


Für Pflanzungen im Beet gilt: Inkalilien in lehmigen, kalkhaltigen Boden zu setzen ist keine gute Idee! Dann schon lieber in halbschattige Habitate, in denen sich auch Rhododendren wohl fühlen. Sie lösen die Rhododendren in der Blüte ab und die humose, saure Umgebung sollte passen, sofern genug Licht vorhanden ist. Die Standortamplitude scheint jedoch groß zu sein, auch kiesig-sandiges Material wird ausreichend akzeptiert (wie lange, das ist hier die Frage).

Pflegen

Im Topf brauchen Inkalilien regelmäßig normalen Blumendünger, damit ist aber spätestens Ende August Schluss, damit die Pflanzen sich auf die winterliche Ruhepause vorbereiten können.


Abgeblühte Triebe werden einfach vorsichtig aus dem Topf gezogen oder abgeknipst. Schnell treiben aus den Rhizomen neue Triebe nach. Fühlen sich die Lilien gut behandelt, kann das wochenlang so weitergehen. Während der Blüte brauchen sie regelmäßig Wasser, sind aber durchaus auch einmal trockenheitsverträglich.


Gerne kann Rindenhumus und Rhodo-Erde im Frühjahr als oberste Schicht in den Topf oder im Beet zum Mulchen verwendet werden.

Vermehren

Topfpflanzen können im Frühjahr geteilt werden, logisch - sie dürfen aber erst wenn es frostfrei ist an ihren Standort auf der Terrasse. Das ist bei uns meist schon Mitte April der Fall. Einzelne kalte Nächte werden im hellen, kühlen Keller überbrückt - nicht im warmen Wohnzimmer, das stresst zu sehr.


Eine Teilung ist spätestens dann fällig, wenn die Inkalilien nicht mehr so üppig blühen. Wenn Du mehr Pflanzen brauchst, kannst Du Rhizom-Stücke mit jungen Trieben in Anzucht-Erde pflanzen, aber wohin mit den vielen Pflanzen? Gleiches gilt für die Vermehrung durch Samen.

Überwintern/Schneiden

Angenehm ist, dass die Töpfe einfach in einem kühlen, dunklen Keller überwintert werden können. Dann dürfen sie jedoch nur minimal gegossen werden, sonst setzt Fäule ein. Die letzten Blütentriebe werden ausgezupft und kommen in die Vase, alle angetrockneten Triebe dürfen ebenfalls weg. Der Rest kann bis zum Frühjahr stehen bleiben und wird dann erst entfernt, d.h. ca. drei fingerbreit über dem Boden abgeschnitten, damit die neuen Triebe kommen können.


Ich stelle die Töpfe in meinen Pflanzenkeller, d.h. in einen 10-15°C kühlen Raum mit Pflanzenlicht, in dem ich auch meine Zitruspflanzen überwintere.


Ab Ende März schieben neue Triebe nach, das ist meist viel zu früh. Wer hat, kann die Pflanzen dann in ein kühles, helles Gewächshaus stellen, bevor sie zur frostfreien Zeit ins Freie dürfen. Wer kein Kalthaus hat, kann noch etwas warten und die mageren Triebe erst später entfernen.

Lieblings-Sorten

Die Hauptblütezeit Juni und Juli spricht für sommerliches Orange und Pink, Sorten gibt es Unmengen. Eine kleine Hilfe für die Vorauswahl: Sollen die Inkalilien ins Beet (hohe Sorten) in einen Topf oder in einen Balkonkasten (niedrige kompakte Sorten)? Ein beliebter Klassiker:


Alstroemeria aurea Hybr. ‚Orange King‘, Inkalilie, leutendes orange-gelb, 60-90 cm VI-VII

in warmen Gegenden wintertauglich, sofern es nur wenige Minusgrade gibt.


Alstroemeria Hybr. 'Colorita Diana', Inkalilie, rosa-gelb, 30-60 cm VI-IX

Relativ neue Sorte aus der niederländischen ‚Colorita‘-Reihe, niedrig und kompakt.


Alstroemeria Hybr. 'Colorita Summer Paradise', Inkalilie, rosa-gelb, 60-90 cm VI-IX

Alstroemeria Hybr. 'Colorita Clair', Inkalilie, rosa-hell-gelb, 60-90 cm VI-IX

Traum-Partner

Für eine exotische, wind- und wettergeschützte Ecke im Garten kann ich mir Yucca- sowie andere Palmen, Bananenstauden, Bougainvillea, Mandevillea und andere Exoten sehr gut vorstellen. Ein grosses Gefäss mit Wasser würde für Luftfeuchtigkeit sorgen. 

Vorfrühling II-III Frühling IV-V Sommer VI-VII Spätsommer VIII-IX Herbst/Winter X-I
- Auswintern, ggf. teilen, Düngen Bis August regelm. düngen Vor dem Frost einwintern -