Himalaya-Silge
Cortia wallichiana
(Apiaceae)
GR-Fr, 💧2, ☀️ so-hs, 70-120 cm, VII-XI
Lehmig-steinig, sehr humos, pH 7+, NPK++(+Ca), Z6,
Für die Alpen scheint der schöne, feingliedrige Doldenblüher wie gemacht. Mit Höhenmetern und Winterhärte bis zu - 23°C kommt die im gesamten Himalaya verbreitet Pflanze sehr gut zurecht. Schneereiche Winter und regnerische Sommer übersteht sie klaglos, solange das Wasser abfließen kann, denn sie bevorzugt relativ nährstoff- und kalkreiche Waldränder und Bergwiesen-Hänge.
In unseren Gärten ist sie selten zu sehen, denn sie gilt als wenig zuverlässig, d.h. sie wächst nicht so schnell an, ist wärend des Einwachsens empfindlich gegen Trockenheit und es gibt viele einheimische Doldenblüher, die besser zu unserer Fauna passen. Gründe sie trotzdem zu pflanzen ist ihre späte Blütezeit und sie kann in Prachtstauden- wie in naturnahen Beeten eingesetzt werden. Die feingliedrigen Dolden bringen perlende helle Strukturen in die Beete, dazu wirken die dunkelroten Stiele ungemein elegant.
Cortia wallichiana, Himalaya-Silge © garten-puk.de
Pflanzen
Cortia wächst auf gutem, nähstoffreichem Gartenboden, gerne in Gehölz-Nähe, jedoch nicht zu trocken. Sie ist ein Flachwurzler. Trocknet die Erde im Sommer zu sehr aus, muss man mit Ausfällen rechnen. Deshalb würde ich für sie einen eher hellen aber halbschattigen Platz suchen und in den ersten Jahren auf den Wasserhaushalt achten.
Pflegen
Stimmt das Klima, braucht sie außer einmal im Jahr eine Portion Kompost, keine Pflege. In hitzigen Sommern solltest Du aber gelegentlich gießen. Eingewachsene Pflanzen vertragen zwar Trockenheit besser als Jungpflanzen, blühen aber deutlich besser, wenn genug Feuchtigkeit vorhanden ist.
Cortia blüht bis November und die roten Stängel mit den großen Dolden sind, bis sie der Schnee knickt, auch im Winter noch zauberhaft. Zurückschneiden ist erst im Frühjahr angebracht.
Vermehren
Angeblich samen die Pflanzen gut aus, bisher habe ich jedoch noch keine Sämlinge gefunden. Ich habe zwei winzige Exemplare gepflanzt, beide sind gut angegangen und werden von Jahr zu Jahr kräftiger und schöner, weshalb ich mich um Nachwuchs bisher noch nicht gekümmert habe. Die Samen sollen jedoch willig bei 20°C ohne vorherigen Kälteimpuls keimen.
Lieblings-Sorten
Bisher gibt es nur die Wildform:
Cortia wallichiana, Himalaya-Silge, weiß, 70-120 cm, VII-XI
Traum-Partner
Meine Silge verträgt sich gut mit Echinops, Agastache ‚Blue Fortune‘, Anemone tomentosa ‚Robustissima‘ und Calamagrostis Brachytricha (Diamant-Gras).
| Vorfrühling II-III | Frühling IV-V | Sommer VI-VII | Spätsommer VIII-IX | Herbst/Winter XI-I |
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| - | D: Kompost, org. Dünger | - | - | - |
