Sternmoos
Sagina subulata
(Caryophyllaceae)
St-Fr,💧2, ☀️abs-hs, 5 cm, VII-VIII
Sandig, humos, pH +/-7, NPK+, Z4,
🐌
Klein aber fein, wintergrün, oft nur als Lückenfüller (für Steinplatten) gebraucht, ist das einheimische Sternmoos eine Pflanze für alle Fälle. Ich finde es hat mehr Beachtung verdient, da es vor allem im absonnigen Bereich von Beeten wunderbar den Boden vor dem Austrocknen schützt und immer sattes Grün zeigt. Dort ist es für das Füllen von Zwischenräumen oder umschmeicheln von großen Steinen wunderbar geeignet.
Welche Sorte ich habe, weiß ich nicht. Es gibt Samensorten, die sich mehr als gewünscht vermehren können aber auch sterile, die nur durch Teilung vermehrt werden und sich nicht durch unkontrolliertes Wuchern in den Vordergrund drängen. So eine habe ich, und kann dies nur empfehlen.
Für Interessierte: es handelt sich im botanischen Sinne um kein Moos, sondern um ein ‚Mastkraut’ (Sagina), dies wiederum wird zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) gezählt. Oft wird es unter den Namen ‚Irisch Moos‘ oder ‚Islandmoos‘ oder ‚Scottish Moss’ angeboten - es handelt sich immer um die selbe Pflanze. Beheimatet ist es in Mitteleuropa, bin in nördliche Breiten, Schweden und Norwegen. Obwohl es zu Farnen optisch gut paßt, ist es keine Waldpflanze sondern kommt auf mageren, sandigen aber dennoch feuchten Heidelandschaften vor - mit sehr humosem Waldboden dürfte es Schwierigkeiten haben.
Pflanzen
Ebenerdig und praktisch ganzjährig möglich, sofern der Boden nicht zu heiß, zu trocken, oder gefroren ist. Mastkraut wächst im gesamten Mittelmeerraum bis hinauf nach Schottland und Irland in steinigen Heidelandschaften. Zu viel Stickstoff im Boden überfordert die Pflanze allerdings und geht zu Lasten der Winterhärte.
Pflegen
Normalerweise ist, außer Gießen wenn es sehr heiß ist, nichts zu tun, vorausgesetzt die Pflanzen sind gut eingewachsen. Von Schnecken wird es angeblich gemieden. Nun ja, offenbar sind die Blüten für die Schleimer doch zumindest essbar, das verraten die glitzernden Schleimspuren. Grosser Schaden entsteht jedoch nicht.
Weil das Mastkraut im Winter so schön grünt, darf es nicht mit Laub abgedeckt werden, es betreibt auch bei wenig Licht Photosynthese. Trockenheit im Winter darf auch nicht sein, also gießen, wenn nötig.
Wenn die Wintersonne zu stark ist und der Boden gefroren wird Sagina subulata hässlich. Es bekommt braune Stellen, zudem bohrt sich im Frühling Unkraut durch den grünen Flor und Grassamen machen es sich gemütlich. Das kommt alle paar Jahre vor - ein guter Zeitpunkt zur Runderneuerung: lose Ränder radikal abschneiden, braune Teile so gut es geht entfernen, die noch intakten Pflanzenteile herausnehmen, den Rest entfernen. Nachdem der Boden mit wenig Kompost, Sand oder anderen Bodenverbesserer aufbereitet wurde, kann neu gepflanzt - oder versetzt werden. ein Garten ist schließlich eine sehr dynamische Angelegenheit.
Eins noch: Sternmoos ist nicht pflegeleicht! Das sollte fairerweise erwähnt werden. Schöne, grüne Teppiche entstehen nur, wenn Du ständig hinterher bist und unerwünschte Kräutlein entfernst, das macht ziemlich Arbeit! Kleinere Flecken zwischen Steinen kriegst Du aber leicht in den Griff oder kannst sie einfach wachsen lassen, wohin sie möchten.
Vermehren
Teilen im Frühjahr ist in jedem Fall die beste Wahl, also ein Stück mit einer Grabgabel herausnehmen, von allem befreien was nicht nach Sagina aussieht, mit einem scharfen Messer in handgrosse Stücke schneiden, und auf aufgelockertem Boden wieder einpflanzen.
Hast Du eine Pflanze erwischt, die aussamt, wirst Du mehr Pflanzen haben, als Dir lieb ist!
Lieblings-Sorten
Sagina subulata, weiß, 5 cm, VII-VIII
Sagina subulata ‚Aurea‘, weiß, 5 cm, VI-VII
Knallig gelbgrün, witzig im Kontrast zur dunkelgrünen Schwester. Viele andere Sorten mit ähnlichen Farben auf dem Markt (z.B. ‚Irisch Moos‘ etc.)
Traum-Partner
Kleine Farne, große Steine, kleine Funkien, z.B. Mausohr-Funkien oder andere Blattschönheiten wie Heuchera, Pulmonaria und natürlich kleine, schmucke Gräser. Für den Steingarten ebenfalls eine schöne kleine Staude. Walderdbeeren, sofern sie nicht wuchern (ich kenne keine, die nicht wuchern!), sehen auch sehr hübsch aus.
| Vorfrühling II-III | Frühling IV-V | Sommer VI-VII | Spätsommer VIII-IX | Herbst/Winter X-I |
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